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Dr. med. Wieland Hirth

Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie

Leistungen

Im Bereich der psychiatrischen Behandlung: Es folgt das gesamte Betreuungsspektrum einer ambulanten psychiatrischen / psychosomatischen / sozialpsychiatrischen Behandlungssprechstunde.
Ähnlich den Herzmuskelzellen produzieren auch die Nervenzellen im Gehirn geringe elektrische Spannungsschwankungen, die sich mit einem geeigneten Gerät an der Oberfläche der Kopfhaut messen lassen. So wie das EKG bei der Untersuchung des Herzens liefert das EEG Informationen über den Ablauf elektrischer Entladungen im Gehirn.

Viele Erkrankungen des Gehirns können zu Veränderungen dieser elektrischen Aktivität führen, je nach Ausdehnung entweder im ganzen Gehirn oder nur an einzelnen Stellen. Um auch lokalisierte Veränderungen zu erfassen, müssen daher an vielen verschiedenen Ableitpunkten der Kopfoberfläche Elektroden angebracht werden. Hierzu wird dem Patienten eine Haube aus einzelnen Gummisträngen aufgesetzt, anschließend werden die Ableitelektroden an bestimmten genormten Stellen über die Kopfoberfläche verteilt befestigt. In ruhiger Umgebung wird dann - möglichst bei entspanntem Patienten - mit geschlossenen Augen die Gehirnaktivität aufgezeichnet. Zur Untersuchung gehört die wiederholte Augenöffnung und je nach Fragestellung ein minutenlanges tiefes Ein- und Ausatmen oder die Stimulation mit Lichtblitzen. Die Ableitdauer beträgt je nach Fragestellung 20 bis 30 Minuten.

Die Untersuchung dient dem Nachweis von herdförmigen oder globalen Hirnfunktionsstörungen, die durch Verletzungen, Entzündungen, Schlaganfälle, Vergiftungen oder Geschwülste, Medikamentennebenwirkungen, Durchblutungsstörungen, etc. verursacht werden können. Die Untersuchung ist schmerzlos und ungefährlich. Eine besonders wichtige Stellung nimmt das EEG in der Diagnostik von epileptischen Anfällen ein. Hier wird es sowohl zur Diagnosestellung als auch zur Kontrolle des Therapieverlaufes benötigt. Zur Abklärung von Kopfschmerzen, Migräne, überfallsartiger Bewusstlosigkeit, verschiedenen Schwindelformen, Vergesslichkeit, etc. ist eine EEG-Untersuchung sinnvoll.
Äußere Reizimpulse, die über die Sehbahn, den Hörnerv oder die Gefühlsnerven das Gehirn erreichen, führen zu einer Veränderung der ständigen elektrischen Gehirnaktivität. Diese minimalen Veränderungen lassen sich erfassen, wenn die messbare Gehirnaktivität nach wiederholt gleichartigem Reiz elektronisch aufsummiert wird und durch den reizausgelösten Impuls ("evozieren" = auslösen) sich so vergrößert darstellen. Höhe (Amplitude) und zeitliche Verzögerung (Latenz) des Auftretens dieser Reizantwortpotentiale werden gemessen und geben Hinweise auf Schädigungen der Seh-, Hör- oder Gefühlsnerven und der jeweiligen Bahnen im Zentralnervensystem.
Der Patient blickt möglichst starr auf einen Bildschirm, der ein schwarz-weißes Schachbrettmuster zeigt, das einmal pro Sekunde das Muster wechselt. Elektroden werden über der Sehrinde des Gehirns am Hinterkopf beidseits befestigt und leiten die hier messbare Gehirnaktivität ab. Die Ableitung erfolgt über ca. 5 bis 10 Minuten. Mit der Untersuchung können Entzündungen des Sehnerven, wie sie (auch unbemerkt) bei manchen entzündlichen oder degenerativen Hirnerkrankungen vorkommen, diagnostiziert werden.
Der Patient trägt einen Kopfhörer, über den die beiden Hörnerven nacheinander stimuliert werden. Hierzu werden auf der untersuchten Seite rasch aufeinanderfolgende Klicklaute erzeugt, der Patient hört ein lautes Knattern. Um Störeinflüsse der anderen Seite auszuschließen, wird dieses Ohr gleichzeitig durch ein Rauschgeräusch vertäubt. Die Ableitung erfolgt mittels Elektroden, die hinter dem Ohr am Kopf mittels Klebestreifen befestigt werden. Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten. Diese Untersuchung ist z.B. bedeutsam, um bei Schwindel oder Hörverlust nach Hinweisen auf einen Tumor am Hörnerven zu fahnden.
Je nach zu untersuchender Nervenbahn können elektrische Reize entweder am Handgelenk oder am Fuß gesetzt werden. Hierzu werden die Reizelektroden am Handgelenk oder dem Fußinnenknöchel aufgesetzt und rasch aufeinanderfolgende leichte Stromstöße erzeugt. Über den Gefühlsarealen des Gehirns werden die hier eintreffenden Impulse an der Kopfseite beidseits abgeleitet und vermessen. Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten. Mit Hilfe von Elektroden, die auf der Körperoberfläche entlang der zu untersuchenden Nervenbahn (Nervenhauptstamm, Plexus, Hinterwurzelrückenmark, Hirnstamm, Talamus, postzentraler Cortex) plaziert sind, läßt sich das ausgelöste (= evozierte) Nervensignal von peripher bis zentral verfolgen. Zur Untersuchung werden leichte, völlig ungefährliche Stromreize verwendet. Hierdurch können durch Bandscheibenschäden, durch Multiple Sklerose oder Nervenentzündungen bedingte Leitungsunterbrechungen oder -verlangsamungen festgestellt werden. Ebenso ist diese Untersuchung hilfreich bei der Lokalisationsdiagnostik von Erkrankungsprozessen im Bereich der sensiblen Nervenbahnen, von den Hintersträngen bis zum parietalen Cortex. Hierbei werden sämtliche Schädigungen in diesem Bereich berührt. Diese sind im Wesentlichen entzündliche Erkrankungen, Rückenmarkskompressionen oder Raumforderungen.
Entlang der Nervenbahnen werden die Impulse vermittelt, die z.B. einen Muskel zur Aktivität veranlassen (motorische Nervenfasern) oder dem Gehirn Wahrnehmungen am Körper melden (sensible Nervenfasern). Motorische und sensible Nervenfasern verlaufen häufig gemeinsam, gebündelt in den einzelnen Nerven. Durch elektrische Reizung der Nerven an geeigneter Stelle und Ableitung der hierdurch künstlich erzeugten Impulse an einer anderen Stelle lässt sich die Geschwindigkeit der Nervenleitung berechnen. Die Höhe des abgeleiteten Impulses gibt außerdem einen Hinweis auf die Anzahl der beteiligten und funktionsfähigen Nervenfasern. Die Nervenleitgeschwindigkeit wird in m/s gemessen. Aus dem Vergleich mit Normalwerten ergeben sich Hinweise auf Art und Ort einer Schädigung des Nerven, der untersucht wurde. Es lassen sich motorische und sensible Geschwindigkeiten messen. Der Einsatz der Nervenleitgeschwindigkeit ist in allen Fällen von neurogenen Schädigungen und Erkrankungen der Muskulatur von Bedeutung. Das Ausmaß einer möglicherweise vorliegenden Nervenschädigung, und die genaue Lokalisation der Schädigung lassen sich durch diese Untersuchung feststellen. Die Verlaufskontrolle dient häufig der prognostischen Aussage über den zu erwartenden Heilungserfolg bei vorliegender Nervenschädigung.
Hirnleistungstests sind eine Unterform testpsychologischer Untersuchungen, es gibt bestimmte Testformen, die bei Vergesslichkeit durchgeführt werden sollten, z.B. um zu überprüfen, ob sich hier eine Demenz vom Alzheimer-Typ entwickelt, auch sind diese Testverfahren geeignet, die vorhandene Vergesslichkeit im Vergleich zur altersgleichen Normbevölkerung einzustufen, um zu überprüfen, ob diese dem normalen Alterungsprozess entspricht oder aber eine krankhafte Veränderung vorliegt mit einer möglicherweise vorhandenen Behandlungsnotwendigkeit.

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